Der Plan, ab Oktober gleich vier Göttinger Buslinien aus der Innenstadt zu verbannen, hat den SPD-Ortsverein Göttingen-Ost sehr überrascht. „Er hat eine Reihe kritischer Reaktionen aus der Bürgerschaft ausgelöst und darf in der uns bekannten Form nicht in die Tat umgesetzt werden“, erklärt der Ortsvereinsvorsitzende Klaus Wettig.
In einem an Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und die SPD-Ratsfraktion gerichteten Schreiben führt Wettig weiter aus: „Gerade erst ist der Notfahrplan in Kraft getreten, der für die Bürgerinnen und Bürger nicht einfach nur weniger Busverbindungen beschert, sondern auch die Umsteigeverbindungen spürbar verschlechtert.“
Die nun beabsichtigte komplette Verbannung der Linie 80 brächte zwei gravierende Verschlechterungen für die Oststadt, die wir auf keinen Fall hinnehmen können.
- Bereits im Dezember 2024 wurde die Linie 80 weitgehend aus der Innenstadt verbannt. Galeria Karstadt, die Hauptfiliale der Sparkasse und das Ärztehaus am Groner Tor werden seitdem nicht mehr direkt angefahren. Die Busse wurden derart beschleunigt, dass sie nun häufig Zwangspausen einlegen, um nicht vor Plan zu fahren. Nun soll die Linie 80 auch das Theater, das Max-Planck-Gymnasium und das Carré nicht mehr anfahren. Nein, nicht mit uns!
- Der Nahverkehrsplan sieht die Kappung der Linie 50 vor den Haltestellen Jugendherberge/Theodor-Heuss-Gymnasium und Nonnenstieg zugunsten einer verbesserten Anbindung im Göttinger Westen vor. Hier wurde wohl übersehen, dass diese Haltestellen besonders stark genutzt werden.
Dazu der SPD-Ortsverein Göttingen-Ost: „Dieses Bündel an Verschlechterungen können wir nicht hinnehmen. Wir erwarten von der Fraktion und der Oberbürgermeisterin/GÖVB-Aufsichtsratsvorsitzenden, dass sie diesen Kahlschlag stoppen und wenigstens eine sorgfältige öffentliche Diskussion ermöglichen.“
Für den SPD-Ortsverein Göttingen-Ost kandidiert Gerd Aschoff am 13. September 2026 für den Kreistag (Platz 2). Aschoff ist Mitglied der Fahrgastbeiräte der Stadt Göttingen und des ZVSN sowie langjähriger Vorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN Südniedersachsen.
Aktualisierung: Oberbürgermeisterin Petra Broistedt hat heute (18. Juni 2026) bekanntgegeben, dass sie den Verkehrsbetrieb anweist, die geplante Linienbegradigung zu stoppen und nach Alternativen zu suchen. Das kann unser Ortsverein nur begrüßen.
