Die ganze Stadt ist eine Baustelle

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Oststadt beklagen sich über die schlechte Erreichbarkeit ihres Stadtviertels. Zahlreiche Straßen sind seit Monaten komplett gesperrt. Das sind teils geplante Baustellen, aber etwa im Fall der Kreuzung Bühlstraße/Nikolausberger Weg führte eine defekte Gasleitung zur Spontansperrung. Diese wurde zwei Mal verlängert. Hier war auch Stadtbusse betroffen, die eine weite Umleitung zu fahren hatten.

Das Göttinger Tageblatt hat mehrfach ausführlich berichtet. Der SPD-Ortsverein Göttingen-Ost bekam zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung auf die von den Straßensperren im Ostviertel ausgelösten Probleme. Klaus Wettig, Vorsitzender der SPD in der Oststadt: „Wir räumen ein, dass es nicht voraussehbare Sperrfälle geben kann. Auf Unverständnis stößt bei uns aber die mangelhafte Abstimmung und die zeitliche Dauer (Eichendorffplatz, Herzberger Landstraße).“

Der Fernwärmeausbau sei sicher notwendig, nicht jedoch die ausufernde Dauer des Ausbaus. Wettig: „Es wäre sicher hilfreich, wenn in solchen Fällen die beteiligten Auftraggeber eine verbindliche Planung verlangen würden. Es ist auch nicht zu unterschätzen, dass die erzwungenen Umwege und der Suchverkehr eine zusätzliche Umweltbelastung bedeutet. Für Fahrgäste bedeuten solche Umleitungen häufig längere Wege, Stress und anschlussverluste.“

In einem Schreiben an den für Straßensperrungen zuständigen Ordnungsdezernenten Christian Schmetz fordert Wettig: „Die derzeitige Sperrung zahlreicher Straßen, verbunden mit Umleitungen – auch des Busverkehrs, sollte sich 2027 nicht wiederholen.“

Als nächste Sperrung in der Oststadt steht die mehrmonatige Schließung des Friedländer Wegs südlich der Herzberger Landstraße ab Anfang Mai an. (gaf)